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Bilder

Blick über die Vorburg Richtung Hauptburg
Archäologisch freigelegter, gepflasterter Weg in die Vorburg mit Karrenspuren.
Archäologische Sondagen auf der Vorburg mit Freilegung der wenigen erhaltenen Mauerreste

Inhalt

Rinderhaus, Geißenstall, Hirtenhaus und Mistplatz

Die Vorburg der Burg Dagstuhl

 

Über die bis auf wenige Mauerreste abgegangene Vorburg der Burg Dagstuhl wissen wir trotz einer im Jahr 2001 durchgeführten geomagnetischen Prospektion sehr wenig.
Damals ergaben sich lediglich Hinweise auf mehrere Gruben und eine größere Herdstelle im Norden.


In den Vorburgen waren in der Regel die Wirtschaftsbauten wie Stallungen und Scheunen, weiterhin Gesindehäuser und Werkstätten untergebracht.

Die von mehreren Familien intensiv genutzte Vorburg der Burg Dagstuhl war zweifelsohne dicht bebaut. Mehrfach erwähnt werden neben unterkellerten Gebäuden ein Rindthaus, Schweinstall, Kuhstall, Schafstall, (äußerer) Pferdestall, Geißenstall, Schewren (Scheune), Schophen (Schuppen), Hirtenhaus, Mistplatz, während einige der Fleischhäuser, Backhäuser, Pferdeställe, Kalkhäuser, Scheunen und Küchen auch in der Hauptburg untergebracht waren.

 

Da immer wieder Schmiedearbeiten aufgeführt werden, dürfte sich auch eine Schmiedewerkstatt in der Vorburg befunden haben - evtl. dort, wo die Herdstelle liegt.

Dass die "vorburgk" wohl von Anfang an ummauert war, beweist eine Urkunde aus dem Jahr 1403, in der die Ganerben den Abbruch der steinernen Ummauerung in Erwägung ziehen
Auch besaß die Vorburg eine eigene Brücke mit Torhaus (yßern großen porthen) und Zugbrücke ("Fallbrücke").

Durch archäologische Sondagen konnten 2004 sowohl die Position der Brückenköpfe als auch die Wegeführung mitten durch die Vorburg geklärt werden. Später wurde dieser Weg durch einen zweiten entlang der Westseite ergänzt.

 

Zum wirtschaftlichen Umfeld gehörte auch eine Mühle unterhalb der Burg.

(Kurztext für Übersetzung(
Trotz einer im Jahr 2001 durchgeführten geomagnetischen Prospektion wissen wir über die bis auf wenige Mauerreste abgegangene Vorburg sehr wenig. Da sie von mehreren Familien intensiv genutzt wurde, war sie zweifelsohne dicht bebaut.


Mehrfach erwähnt werden neben unterkellerten Gebäuden ein Rinderhaus, Schweinestall, Kuhstall, Schafstall, (äußerer) Pferdestall, Geißenstall, Scheune, Schuppen, Hirtenhaus, Mistplatz, während einige der Fleischhäuser, Backhäuser, Pferdeställe, Kalkhäuser, Scheunen und Küchen auch in der Hauptburg untergebracht waren. Da immer wieder Schmiedearbeiten aufgeführt werden, dürfte sich auch eine Schmiedewerkstatt in der Vorburg befunden haben.

 
Auch besaß die ummauerte Vorburg eine eigene Brücke mit Torhaus und Zugbrücke. Durch archäologische Sondagen konnten 2004 sowohl die Position der Brückenköpfe als auch die Wegeführung mitten durch die Vorburg geklärt werden.


Zum wirtschaftlichen Umfeld gehörte u.a. auch eine Mühle unterhalb der Burg.

 

 

Text: Dr. Joachim Zeune

Archivalienforschung: Johannes Naumann

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