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Bilder

Fleckensteiner Turm um 1900. Postkarte.
Ansicht des Schlosses und der Burgruine Dagstuhl kurz vor 1863
Phantasievolle Südansicht der Burgruine mit Gesicht im Rollingerturm (rechts). Quelle: Landesarchiv Saarbrücken, Bestand Lasalle, Foto Johannes Naumann.

Inhalt

Von träumenden Rittern, wilden Vögten und goldenen Beinen

Sagen um die Burg Dagstuhl
Insbesondere um geheimnisvoll dahinschlummernde Burgruinen haben sich im 18. und 19. Jahrhundert viele gleich lautende Sagen gebildet. Von ihnen unterscheiden sich die sog. "Gründungssagen", die bisweilen einen historisch wahren Kern enthalten.

 

 

So soll die Burg Dagstuhl einst durch einen Saarbrücker Ritter namens Boemund erbaut worden sein, der hier rastete und einschlummerte. Sein Knecht beobachtete verdutzt eine Biene, die plötzlich aus dem Mund des Ritters kroch und in ein Erdloch des benachbarten Hügels flog. Der Ritter seinerseits träumte von einem vergrabenen unermesslichen Schatz. Da ließ der Ritter den Hügel aufgraben und stieß tatsächlich auf einen riesigen Schatz, der es ihm ermöglichte, hier die Burg Dagstuhl zu errichten.

 

Eine andere Sage berichtet von einem wilden Burgvogt namens Reinert, der die Bauern aushungerte und knechtete, deswegen aber vom Teufel in ein Roß verwandelt und vor seine Kutsche gespannt wurde. Als Reinerts böser Geist danach Reisende quälte, bannte ihn ein Waderner Priester in eine Flasche, die in einem entlegenen Sumpf versenkt wurde. Dort geht der Reinert noch immer um.

 

 

Ungewöhnlich ist die Sage des Ritters Bodo, der ein Bein im Kampf verloren und durch ein geschmiedetes goldenes ersetzt hatte. Nach Bodos Tod entwendete sein habgieriger Stallbursche das wertvolle Bein aus der Gruft, woraufhin mitternachts der verärgerte Geist Bodos bei ihm auftauchte und – erfolgreich - sein Bein zurückforderte. Daher der gute Rat: Wer hier das Goldene Bein Bodos zufällig findet, sollte es besser im Boden lassen….


Text: Dr. Joachim Zeune nach Carl Wolff und Hans Schwendler

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