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Bilder

Dr. Zeune (2. von rechts) erläutert den aktuellen Stand der Arbeiten 2003
Nicht historisierender Einbau der Treppe in den Palas-Keller
Saniertes Mauerwerk im Palas-Keller
Moderne Brückenfundamente sind von den historischen Fundamenten abgesetzt

Inhalt

Burgenkundliche Inwertsetzung und kulturtouristische Erschließung der Burgruine Dagstuhl

Seit den 1960er Jahren wurden unzählige Burgen und Burgruinen neuen Nutzungen als Gaststätten, Hotels, Tagungs- und Kulturzentren, Museen, Freilichttheater, Ferienappartements, Künstlerheime oder kommunale Einrichtungen zugeführt. Architekten, Statiker und Bauträger nutzten diese Gelegenheit, um sich öffentlich durch möglichst spektakuläre Architekturen zu profilieren. Die Burgen verkamen dabei nicht nur zu Hintergrundkulissen, zum Impetus für aufsehenerregende Neuschöpfungen, sondern erlitten auch noch ungeheuerliche Substanzverluste. Auch Burgvereine nutzen die Gelegenheit der Stunde, um freimütig an ihren Burgruinen herumzubasteln und sich selbst dauerhafte Denkmäler zu setzen.

 

Auf Grund der gigantischen Zerstörungswelle hat sich mittlerweile ein neues Bewusstsein entwickelt, das - wenn möglich - den Schutz und Erhalt dieser einzigartigen mittelalterlichen Geschichtszeugen vor alle harten und konfliktträchtigen Restaurierungen stellt. Es ist durchaus möglich, ein Objekt ohne große Neu- oder Umnutzung zu sichern, behutsam zu konservieren und seinen Eigenwert als Denkmal dabei wissenschaftlich heraus zu arbeiten und in den Vordergrund zu rücken.

 

Ziel dieses Prozesses ist es, eine Burg möglichst authentisch und unverfälscht jenem intensiven Kulturtourismus zuzuführen, der übersättigt und gelangweilt ist von schlechten und unsensiblen Burgsanierungen, überzogenen und denkmalschädlichen Burgnutzungen und hässlichen, sterilisierten Burgarchitekturen.

 

Für diesen neuen Ansatz sanfter und denkmalgerechter Erschließung bietet sich die Ruine der Burg Dagstuhl besonders an. Eingebettet in eine malerische Naturlandschaft ist es möglich, echte Burgenromantik innerhalb eines authentischen Denkmals zu erleben.

 

Daher zielt die durch das Büro für Burgenforschung erarbeitete und gemeinsam mit der Stadt Wadern, dem Verein für Heimatkunde Wadern und dem Landesdenkmalamt umgesetzte kulturtouristische Erschließung auf die Sicherung der bestehenden Bausubstanz, den behutsamen Rückbau fehlerhaft ergänzter Bauteile, die umfassende didaktische Erschließung der Burganlage und ihrer Geschichte sowie die Einbindung der Burg in ein gemeinsames Vermarktungskonzept mit dem barocken Schloss Dagstuhl am Fuße des Burgberges.

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